
Helene Krippner gründete nach ihrer Ausbildung bei Mary Wigman und Rosalia Chladek im Jahr 1926 das Tanzstudio Krippner, die erste Regensburger Schule für künstlerischen Tanz, klassisches Ballett, Gymnastik und Akrobatik. Von Beginn an bildete sie zusammen mit ihrem Ehemann Juan Jerusalem professionelle Tänzer aus, die nicht nur am Regensburger Stadttheater, sondern auch als freie Tänzer und Choreografen international tätig waren. Auch als später ihre Tochter Michaela Krippner mehr und mehr den Unterricht übernahm blieb sie bis zu ihrem Tod als Pädagogin und Beraterin der Schule aktiv.
Seither hat sich im reichhaltigen Regensburger Kulturleben eine beachtliche Tanzszene entfaltet, die mit ihren kreativen Impulsen und ihrer pädagogischen Arbeit Regensburg auf den Weg zur Tanzstadt gebracht hat und ständig weiterentwickelt. Nicht nur in Regensburg, auch im globalen gesellschaftlichen und kulturellen Leben kommt dem Tanz wachsende Aufmerksamkeit zu. Er wird als eigenständige Kunstform wahrgenommen, kultur- und bildungspolitisch gefördert und zunehmend als Forschungsobjekt entdeckt.
Wie jede Kunstsparte braucht der Tanz nicht nur Raum für seine kreativen Prozesse, für sein künstlerisches Schaffen, seine pädagogische Ausgestaltung, seine technische Basis in den verschiedenen Bühnentanzformen, sondern auch Tätigkeitsfelder für Tänzer, Choreografen und Tanzpädagogen.
Das Tanzstudio Krippner, das heute in der dritten Generation von Gülbin Elseven und Eva Eger geleitet wird und die Helene Krippner Akademie für Tanz als Ausbildungschule sehen sich der Kunstform Tanz in der beschriebenen Weise verpflichtet. Neben den zahlreichen offenen Kursen in Stepptanz, Jazztanz, klassischem Ballett, Frühförderung und Kindertanz (auch inklusiv), Flamenco, Modernem Tanz und Tanztheater steht damit auch die Ausbildung professioneller Tänzer und Pädagogen auf dem Stundenplan der renommierten Regensburger Schule.
Erfahrene Tänzer, Choreografen und Pädagogen stellen ein hohes Ausbildungsniveau sicher, das nicht nur durch die Schulung des Körpers, sondern im besonderen Maße auch durch die „Schulung des Geistes zum Verständnis der ganzen Skala seelischer Empfindungsmomente“ (Helene Krippner, Regensburger Anzeiger, 10.3.1932) ausdrucksstarke Tänzerpersönlichkeiten und kreative Pädagogen bildet.